Zwölf Gütersloher Schulen engagieren sich beim „Schulputz“ für die Umwelt
Gütersloh (gpr). Chipstüten, Kaffeebecher, Vapes und sogar einzelne Kleidungsstücke – beim diesjährigen Schulputz kamen die Schülerinnen und Schüler aus dem Staunen nicht heraus. Rund 1.700 Kinder und Jugendliche aus zwölf Gütersloher Schulen zogen mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet los, um auf Schulhöfen, Grünsteifen und Gehwegen alles einzusammeln, was dort nicht hingehört. Das Ergebnis: 1.500 Liter Müll – also etwas mehr als zwölf kleine Restmülltonnen – die von der Stadtreinigung abgeholt und fachgerecht entsorgt wurden.
Besonders eifrig waren die Schülerinnen und Schüler der Janusz-Korczak-Gesamtschule, die voller Begeisterung ihre Müllsäcke füllten. „Wir haben so viel Müll gefunden – sogar einen einzelnen Fußballschuh!“, staunte die Klasse 5f nach ihrem Fund. Ein besonderer Hotspot für Abfälle war der Sportplatz neben der Schule, wo auffallend viele Zigarettenstummel gefunden wurden. Manch einen stimmte dieser Fund besonders nachdenklich. „Ich werde meinen Eltern sagen, dass sie ihre Stummel jetzt immer mitnehmen sollen“, so ein Schüler. Neben den typischen Fundstücken wie Chipstüten und Kaffeebechern tauchten auch skurrile Dinge auf – darunter zum Beispiel Fahrradkörbe.
Neben der Reinigung der Schulhöfe steht bei der Aktion vor allem die Botschaft im Vordergrund. „Der Schulputz ist viel mehr als eine Aufräumaktion – er schärft das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz und zeigt den Kindern, dass sie selbst etwas bewirken können“, hält Lillian Kontny, neue Abfallberaterin im Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh, fest. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Kinder dabei sind.“ Für die Klassenlehrerin der 5f, Sarah Vogelsang, ist die Aktion eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht: „Wir beschäftigen uns im Naturwissenschaftsunterricht intensiv mit Themen wie Plastikabbau und Mikroplastik. Der Schulputz macht diese Umweltprobleme für die Kinder unmittelbar erfahrbar.“
Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war so groß, dass sie die Aktion gerne wiederholen würden. Dennoch bleibt eine zentrale Erkenntnis: Der Müll sollte erst gar nicht auf den Schulhöfen, Gehwegen und Grünstreifen landen, sondern entsprechend getrennt in Mülltonnen entsorgt werden. Der Schulputz hat diese Problematik sichtbar gemacht, die Schülerinnen und Schüler für das Thema sensibilisiert – und vielleicht auch ein Umdenken angestoßen.

1.500 Liter Müll sammelten die Schülerinnen und Schüler von zwölf Gütersloher Schulen beim diesjährigen „Schulputz“. Foto: Stadt Gütersloh

Sogar einen einzelnen Fußballschuh fanden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5f der Janusz-Korczak-Gesamtschule beim diesjährigen Schulputz. Foto: Stadt Gütersloh