Bad Wünnenberg. Am 10. April um 10.30 Uhr werden in der Mittelstraße 12 in Bad Wünnenberg fünf Stolpersteine zum Gedenken an die Familie Aronstein verlegt. Die Steine erinnern an das Schicksal der jüdischen Familie, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und deportiert wurde. Die Stadt Bad Wünnenberg und der Verkehrs- und Kneippverein Bad Wünnenberg laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Verlegung und Gedenkveranstaltung ein.
Die sogenannten STOLPERSTEINE sind kleine Messingtafeln, die zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in den Gehweg vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort eingelassen werden. Ziel des europaweiten Projektes von Künstler Gunter Demnig ist es, das Andenken an die Opfer lebendig zu halten und ihre Namen zurück in das alltägliche Stadtbild zu bringen.
In Bad Wünnenberg erinnern die Steine an Anna, Paul, Adele, Lottie und Erich Aronstein.
Da der Künstler leider selbst nicht vor Ort sein kann, werden die STOLPERSTEINE vom Verkehrs- und Kneippverein e. V. sowie von Gertrud Tölle, die viele Jahre noch Kontakt zu Lottie Salton (geb. Aronstein) hatte, verlegt. Gemeinsam erarbeiteten Eva Beyerstedt, Annette Harlammert und Gertrud Tölle als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des multimedialen Heimatmuseums Zeit.reise im Spanckenhof die Sonderausstellung „1007 Tage und ein ganzes Leben – Die bewegende Geschichte der Flucht der jüdischen Familie Aronstein vor dem Nazi-Regime“.
Aufgrund der Verlegung der STOLPERSTEINE wird am 10. April von 10 bis 13 Uhr die Mittelstraße von Haus Nr. 12 bis 14 einseitig gesperrt sein. Die Verkehrsteilnehmenden werden um Verständnis und Rücksichtnahme gebeten.

Annette Harlammert (v.l., Verkehrs- und Kneippverein Bad Wünnenberg), Bürgermeister Christian Carl , Getrud Tölle (ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Heimatmuseums Zeit.reise), und Martin Finger (Stadt Bad Wünnenberg) vor dem ehemaligen Haus der Familie Aronstein in der Mittelstraße 12.