Delbrück (StDel). Wie kann sich ein kleiner Baum alleine gegen den Klimawandel wehren? Diese Frage stand im Mittelpunkt von zwei Pflanzaktionen an der Grundschule Ostenland am 10. und 11. März.
Die Schüler*innen der 2a und 2b erlebten in einem Rollenspiel die Wirkung von Dürre, Frost, Starkregen, Sturm und Schädlingsbefall aus der Perspektive eines kleinen Baumes. Gemeinsam fanden sie Lösungen für die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Dabei erkannten sie, dass verschiedene Pflanzen und Individuen unterschiedliche Stärken haben und genau dadurch wertvolle und einzigartige Teile des Ökosystems sind.
Anschließend setzten sie ihr Wissen direkt in die Praxis um, indem sie zwei Obstbäume und unterstützende Begleiter-Pflanzen auf dem Schulgelände pflanzten. So entstanden „Obstbaum-Lebensgemeinschaften“, die nicht nur das Wachstum des Baumes fördern, sondern auch die Biodiversität in der Umgebung stärken.
An diesem praktischen Beispiel wurden den Kindern die Kreisläufe der Natur verdeutlicht und sie lernten, wie Wasser, Boden und Jahreszeiten miteinander verbunden sind. Ein zentrales Ziel des Workshops war es, den Kindern einen stärkeren Bezug zu ihrem Essen und dessen Herkunft zu vermitteln. Durch Beobachtungen und den Austausch eigener Erfahrungen erarbeiteten sie die ökologischen Zusammenhänge zwischen Klimawandel und ihrem eigenen Erleben.
Daniela Krause, Permakultur-Beraterin bei mach’s grün, führte die Workshops im Rahmen des „Klima-Schulnetzwerkes Delbrücker Land 24/25“ durch: „Es macht Spaß zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder die Beete angelegt und die Gehölze und Stauden gepflanzt haben! Wenn Erde unter den Fingernägeln und ein breites Grinsen auf dem Gesicht ein Zeichen für gelungenes Lernen sind, dann haben wir mit dieser Aktion viel erreicht.“

Schüler der 2. Klasse der Grundschule Ostenland pflanzen Obstbäume und unterstützende Begleiter-Pflanzen auf dem Schulgelände +++ Foto: Stadt Delbrück