Ausstellung zum Thema Rassismus und Diskriminierung in Brenken und Wewelsburg
An den Grundschulen Brenken und Wewelsburg ging es in den vergangenen Wochen künstlerisch zu: Kinder der Klassen 1 bis 4 haben Kunstwerke zum Thema Rassismus und Diskriminierung gestaltet – und sind dem Thema so schrittweise nähergekommen.
„Mit dem Projekt sollte vor allem das Demokratieverständnis und das Miteinander zwischen den Kindern gefördert werden“, so Leah Grewe, Schulsozialarbeiterin im Grundschulbereich (angesiedelt an die Jugendpflege Büren), die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Lara Grewe initiiert und mit den Lehrkräften Frau Halemeier (GS Brenken) und Frau Frank (GS Wewelsburg) durchgeführt hat.
Die Grundlage für das Projekt bildete das Buch „Steck mal in meiner Haut!“ (EMF Verlag: 2022) – ein achtsam geschriebenes Bilderbuch, das Kindern ab 5 Jahren kindgerecht erklärt, was Rassismus bedeutet und wie man ihm begegnen kann. Es betont, dass alle Menschen gleichwertig sind, auch wenn sie unterschiedlich aussehen, sprechen oder heißen. Durch farbenfrohe Illustrationen und leicht verständliche Texte sensibilisiert das Buch für Vielfalt und ermutigt zu einem respektvollen Miteinander.
Gemeinsam wurde das Buch mit den Grundschulkindern gelesen bzw. angeschaut, woraufhin Themen abgeleitet und Gruppen aus jeweils zwei Personen gebildet wurden, um die Themen künstlerisch und in Form kleiner Erklärtexte darzustellen. Hierbei standen Sozialarbeiterinnen wie Lehrkräfte den Kindern zur Seite, das Thema Partizipation war dennoch ein großer Bestandteil des Projekts, denn: Die Kinder durften sich ihre Partnerinnen und Partner selbst aussuchen – einzige Vorgabe war es, ein Kind zu wählen, das nicht in dieselbe Klasse geht. „So sind nicht nur überraschende Kunstwerke, sondern teilweise auch neue Freundschaften entstanden“, resümiert das Organisationsteam und hebt damit den Aspekt der Gemeinschaft hervor, der für die Durchführung des Projekts zentral war.
Die dargestellten Themen waren u. a. verschiedene Religionen, Menschenrechte, unterschiedliche Kulturen mit unterschiedlichen Ritualen, Namensvielfalt, Weggehen und Ankommen, Selbstakzeptanz … Getreu dem Motto: „Wir sind alle gleich – Wir sind alle verschiedenen“; wir alle sind Menschen, die ihre ganz individuellen Eigenschaften, Fähigkeiten, Erlebnisse, ihr individuelles Aussehen, ihre sozialen sowie kulturellen Hintergründe mitbringen – und das ist gut so!
In beiden Schulen wurden die innerhalb von acht Wochen (in jeweils einer Unterrichtsstunde pro Woche) angefertigten Werke im Rahmen einer Vernissage ausgestellt, zu der die Kinder auch ihre Eltern einluden. Dabei waren sie auch für die Eröffnung und die Vorstellung ihrer Kunstwerke verantwortlich, was ihnen – so sind sich alle Beteiligten einig – besonders gut gelungen ist. Schülerinnen und Schüler, die nicht am Projekt mitgewirkt haben, konnten die Ausstellung ebenfalls besuchen und teilweise wurden die Themen auch im Kunst- oder Religionsunterricht aufgegriffen.
Die beteiligten Kinder wurden übrigens nach dem Losverfahren ausgewählt. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz ist dies jedoch sicherlich nicht das letzte Projekt der Grundschulsozialarbeit, so dürfen sich beim nächsten Mal wieder andere Kinder über eine Teilnahme freuen.
Die Kunstwerke sind digitalisiert auf der Website der Stadt Büren einsehbar (www.bueren.de).

Stolze Gesichter bei der Ausstellung der selbstangefertigten Werke zum Thema Rassismus und Diskriminierung. (Die Einverständnisse der abgebildeten Kinder durch die Eltern liegen der Stadt Büren allesamt vor.) +++ Foto: Stadt Büren