Trotz sommerlicher Hitze machten sich viele Besucherinnen und Besucher mit dem Fahrrad auf den Weg, um die kulturelle Vielfalt Güterslohs unter freiem Himmel zu erleben
Gütersloh (gpr). Bei hochsommerlichen Temperaturen hat die zweite Auflage der RadKulTour vor kurzem zahlreiche Menschen dazu eingeladen, Gütersloh aus einer besonderen Perspektive zu entdecken. Die Veranstaltung verband erneut Bewegung, Natur und Kultur und machte die grüne Achse entlang der Dalke zur Bühne für ein abwechslungsreiches Open-Air-Programm.
Die rund sieben Kilometer lange Strecke führte von der Innenstadt entlang der Dalke bis in den Stadtpark. Dabei verband die Route verschiedene grüne Orte und kulturelle Stationen miteinander. Da der Einstieg an jeder Station möglich war, konnten die Teilnehmenden die Tour individuell gestalten und ihr persönliches Programm zusammenstellen. Auch gastronomische Angebote entlang der Strecke luden immer wieder zu Pausen und zum Verweilen ein.
Besonders reizvoll war erneut das vielfältige Kulturangebot, das an den einzelnen Stationen präsentiert wurde. Zahlreiche Künstlerinnen und Kulturakteure aus Gütersloh und der Region sorgten mit Musik, Theater, Tanz, Literatur und Bildender Kunst für abwechslungsreiche Eindrücke und begeisterten die Besucherinnen und Besucher entlang der gesamten Strecke.
Die Tanzschule Stüwe-Weissenberg lud mit ihren Mitmach-Tanzkursen dazu ein, selbst aktiv zu werden und das Tanzbein zu schwingen. Kreative Einblicke bot Kathrin Schönegge, die ihre Werke im Rahmen einer eindrucksvollen Live-Malerei entstehen ließ. Musikalisch begeisterte Matthias Nagel mit seiner Akustik-Gitarrenshow, während das Musik-Duo Saitenspringer mit einem vielseitigen Repertoire für beste Unterhaltung sorgte.
Für besondere Rhythmik sorgte die Trommelgruppe Matumaini. Aufgrund kurzfristiger Änderungen sprang die Trommelgruppe zunächst an Station 1 ein, bevor sie später an Station 4 mit ihrer stimmungsvollen Performance das Publikum begeisterte.
Großes Interesse weckten auch Sport & Ballett Neumannund die Klimapoetin Annette Klee, die am Flussbett Hotel im Wechsel ihre Beiträge präsentierten. Der Mix aus Tanz und poetischen Impulsen lockte zahlreiche interessierte Menschen an.
Einen Einblick in die Welt des Graffiti und damit in das sogenannte vierte Element der Hip-Hop-Kultur vermittelte Philipp Kowalski in seinem Workshop und ermöglichte den Teilnehmenden, selbst kreativ zu werden. Literarisch wurde es mit Niko Sioulis, der mit seinem Poetry-Slam-Programm das Publikum zum Nachdenken, Schmunzeln und Mitfühlen einlud.
Auch das Museum Peter August Böckstiegel beteiligte sich mit einem kreativen Collagen-Mitmachangebot, das von kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern gleichermaßen gerne angenommen wurde. Das Figurentheater ALLERMAER begeisterte mit Märchen für Menschen jeden Alters und schuf einen Ort zum Zuhören und Staunen.
Eindrucksvolle künstlerische Akzente setzte zudem Felina Colibra mit ihrer großartigen Malerei. Den stimmungsvollen Abschluss des Rundkurses gestalteten schließlich „Die Assistentinnen“, die mit ihren virtuos vorgetragenen und verzaubernden Klängen einen harmonischen Schlusspunkt setzten.
Die Verbindung aus entspanntem Radfahren, naturnahen Veranstaltungsorten und kulturellen Darbietungen machte die RadKulTour auch in diesem Jahr zu einem besonderen Erlebnis. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, bekannte Wege neu zu entdecken, bislang unbekannte Orte kennenzulernen und gleichzeitig die kulturelle Vielfalt der Stadt zu erleben.
Mit ihrer zweiten Ausgabe hat sich die RadKulTour damit erneut als außergewöhnliches Kulturformat des Fachbereichs Kultur im öffentlichen Raum präsentiert. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Kultur niedrigschwellig, nachhaltig und generationenübergreifend erlebbar gemacht werden kann – mitten im Grünen und unter freiem Himmel.

BU: Die Trommelgruppe Matumaini trommelt unter schattenspendenden Bäumen. Foto: Stadt Gütersloh

BU: Die Klimapoetin Annette Klee liest den Besucherinnen und Besuchern vor. Foto: Stadt Gütersloh

BU: Matthias Nagel sorgt für musikalische Abwechslung durch seine Gitarre. Foto: Stadt Gütersloh

BU: Besucherinnen und Besucher verfolgen gespannt das Konzert von „Die Assistentinnen“. Foto: Stadt Gütersloh

BU: Mitarbeiterinnen vom Museum Peter August Böckstiegel bei der Collagen-Werkstatt. Foto: Stadt Gütersloh












