Verantwortliche aus Kommunen, Feuerwehren und Behörden tauschten
sich im Gerätehaus Nord über moderne Hochwasserschutzlösungen aus.
Detmold. Extreme Starkregenereignisse nehmen zu und haben auch in der Region bereits
große Schäden verursacht. Vor diesem Hintergrund fand im Gerätehaus Nord das Hoch-
wasser-Forum 2026 statt, zu dem die Feuerwehr und die Stadt Detmold eingeladen hat-
ten. Ziel des Forums waren der Austausch über Einsatzmittel und Synergieeffekte, das
Weitergeben von Wissen und Erfahrungen sowie die Vernetzung auf kommunaler und
Kreisebene.
Neben den veranstaltenden aus Detmold, nahmen Feuerwehren der Städte Lage, Horn-
Bad Meinberg, Schlangen, THW, Bevölkerungsschutz und die untere Wasserbehörde des
Kreises Lippe an der Veranstaltung teil.
Am Vormittag präsentierten Fachfirmen und kommunale Vertretende innovative Lösun-
gen und Erfahrungen. Schlauchdämme und Wassersperren aus der Schweiz, die bereits
bei Starkregen wie in Klüt halfen, präsentierte Beaver Protection Systems – inklusive prak-
tischer Erfahrungen aus dem Einsatz. Die Ott Hydromet GmbH aus Kempten zeigte im An-
schluss, wie Messtechnik und Monitoring-Systeme Hochwasser und Starkregen überwa-
chen. Die Firma Okeanos Smart Data Solutions aus Bochum demonstrierte schließlich, wie
KI zur Starkregen- und Hochwasser-Modellierung eingesetzt werden kann.
Andreas Hoffmann, Teamleiter Gewässerplanung und Starkregenvorsorge der Stadt Det-
mold, referierte über baulichen Hochwasserschutz mit Fokus auf das Wickelschlauchver-
fahren, das bereits an mehreren Punkten im Stadtgebiet verbaut wurde. Dennis Neubauer,
zuständig für Netzuntersuchung und Beratung bei der Stadt Detmold, stellte die aktuelle materielle Ausstattung in Detmold vor. Im Anschluss folgte ein Austausch über die materi-
elle Ausstattung der anderen Kommunen.
Am Nachmittag standen praktische Vorführungen und Tests im Mittelpunkt. Die Firma
Beaver Protection Systems veranschaulichte die Wirkweise der Wassersperre im Gewäs-
ser und baute den Beaver Hochwasserschutzdamm unter Anleitung und mit Einbindung
der Teilnehmenden auf. Zudem wurden die mobilen Hochwasser- und Starkregen-
schutzsysteme der Stadt Detmold und anderer Kommunen ausprobiert. Anschließend tes-
teten die Teilnehmenden die Funktionsweise und Kombination der Systeme mit gereinig-
tem Brauchwasser aus der Kläranlage.
Michael Peuker, Leiter des kommunalen Krisenstabs der Stadt Detmold, betonte: „Foren
wie dieses sind essenziell, um den Austausch zwischen den Kommunen zu stärken und ge-
meinsam Lösungen für den Hochwasserschutz zu entwickeln. Die praktischen Vorführun-
gen zeigen, wie wichtig es ist, Theorie und Praxis zu verbinden – nur so können wir uns
besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.“

BU: Im nahegelegenen Oetternbach wurde eine Wassersperre der Firma
Beaver Protection Systems vorgeführt. Foto: Stadt Detmold

BU: Die Teilnehmenden testeten die Funktionsweise und Kombination
der mobilen Hochwasser- und Starkregenschutzsysteme mit gereinigtem Brauchwasser
aus der Kläranlage. Foto: Stadt Detmold












