„Smart, 3D und historisch“: Informationsveranstaltung am 9. September

Detmold. Wie lässt sich der historische Stadtkern von Detmold mit modernem Klimaschutz und erneuerbaren Energien vereinbaren? Antworten auf diese Frage kann für die Detmolder Innenstadt das Projekt „Smart, 3D und Historisch“ liefern, an dem sich sechs Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen beteiligt haben. Mit „Smart, 3D und Historisch“ wurden für die Modellkommunen Brakel, Detmold, Lemgo, Minden, Rheda-Wiedenbrück und Rietberg individuelle Lösungsmodule für typische innerstädtische Problemstellungen konzipiert, die in einem 3D-Modell integriert wurden. So sind unter anderem ein Leerstandstool, ein Denkmalwiki und die Möglichkeit zur digitalen Darstellung von Neubauten in der Umgebung entwickelt. Für den Standort Detmold lag der Fokus insbesondere auf den Themen Wohnen und erneuerbare Energien in der historischen Innenstadt. Mit Hilfe eines „digitalen Zwillings“ wurden unter anderem das Solarpotenzial für Dächer und Fassaden, der Wärmebedarf für die Gebäude sowie die Eignung für Dach- oder Fassadenbegrünungen berechnet.

Der Fachbereich Stadtentwicklung stellt interessierten Hausbesitzenden sowie Detmolder Bürgerinnen und Bürgern diese Projektergebnisse am Mittwoch, 9. September, in der Zeit von 18 bis etwa 20 Uhr im Kulturzentrum Hangar 21, Charles-Lindbergh-Ring 10, vor.

Ziel ist es, die innovative 3D-Anwendung fest in das städtische Geoportal zu integrieren. Damit sollen Hauseigentümer künftig gezielt animiert werden, ihre Gebäude für die Zukunft klimafit zu machen und dabei zugleich aktiv auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in Detmold einzuzahlen. Ein entscheidender Wandel hat in diesem Zusammenhang beim Denkmalschutz stattgefunden: Bis vor einigen Jahren war es oft kompliziert, eine Genehmigung für PV-Anlagen in der historischen Altstadt zu erhalten. Dank entsprechender Gesetzesänderungen ist dies heute wesentlich leichter geworden.

Ein Highlight des Abends ist die Vorstellung drei gelungener Praxisbeispiele aus der Innenstadt, bei denen erfolgreich eine PV-Anlage installiert wurde. Außerdem können auf Wunsch erste Kontakte für die individuelle Beratung der eigenen Immobilie geknüpft werden.

Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, an verschiedenen Thementischen ins Gespräch zu kommen und Fragen zu diskutieren. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zur besseren Planung der Veranstaltung wird um eine schriftliche Anmeldung bis zum 31. August per E-Mail an die Adresse d.wendt@detmold.de gebeten.

So sieht ein Teil der Detmolder Kernstadt in der 3D-Anwendung aus, die sich mit dem Wärmepotenzial der Dächer befasst. Je kräftiger die Farbe wird, desto mehr Solarpotenzial hat das einzelne Dach +++ Screenshot: Stadt Detmold

Von Julef