Rheda-Wiedenbrück (pbm). Beim Fußballturnier „Fair Play Cup“ des städtischen Jugendzentrums geht es auch um Tore, Punkte und den sportlichen Sieg. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs, der jetzt in der Sporthalle der Moritz-Fontaine-Gesamtschule zum 24. Mal ausgetragen wurde, steht aber der respektvolle Umgang unter allen teilnehmenden Sportlern.
So gibt es beispielsweise Punkte für das Verhalten auf und neben der Spielfläche, den Umgang mit den Schiedsrichtern, die (faire) Spielweise oder die Anzahl der Fouls. Der hohe Stellenwert des Fair Play lässt sich auch an der Größe der Trophäen ablesen: Während es schon bei den Pokalen für die vier erstplatzierten Mannschaften eine Abstufung der Größe nach gibt, wird selbst der Cup für die Siegermannschaft noch mal deutlich überragt von der Trophäe für die fairste Mannschaft. Um es vorwegzunehmen: Das Team von „LaFami FC“ aus Hamm nahm den Pokal in diesem Jahr mit in die Ruhrgebietsstadt.
Die Hammer waren eine von insgesamt zwölf teilnehmenden Mannschaften des Turniers, dessen Tradition im Jahr 2013 begründet wurde. Insgesamt rund 100 Nachwuchskicker waren diesmal mit von den Partien. Was den „Fair Play Cup“ von anderen Turnieren unterscheidet, ist die nicht-alltägliche Tageszeit: Los geht es stets erst um 21.30 Uhr. Gespielt wird immer bis über Mitternacht. Die siegreiche Mannschaft steht meist erst in den frühen Stunden des nächsten Tages fest.
Auch in diesem Jahr wurden Endspiel und Spiel um Platz 3 erst nach 1 Uhr angepfiffen. In der vorangegangenen Gruppenphase (Spielzeit: sieben Minuten) und der nachfolgenden Endrunde (Spielzeit: acht Minuten) hatten sich die vier Teams von „NoName“, „Istanbul 67“, „Indoor“ (alle Rheda-Wiedenbrück) und „LaFami FC“ aus Hamm als spielstärkste durchgesetzt. Turniersieger wurde das heimische Team „NoName“, das im Endspiel den „FC Istanbul 67“ besiegte. Platz 3 erkämpfte sich mit einem Sieg gegen die Hammer das „Team Indoor“ vom städtischen Jugendzentrum.
Lautstark unterstützt wurden die Mannschaften von ihren mitgereisten Schlachtenbummlern. Ein attraktives Nebenprogramm sorgte dafür, dass es denen zwischendurch nicht langweilig wurde. Das Unterhaltungsangebot bestand aus einer stationären Playstation sowie einer akrobatischen „Hochhalte-Challenge“, die Ilias aus Hamm mit 1.996 Ballkontakten für sich entscheiden konnte. Organisation und Realisierung des gesamten Turniers lagen in Händen von Jugendzentrum-Leiter Nahir Aslan und seinem Team. Dabei hatte Schekri Ekin die sportliche Leitung inne. Die Bundesfreiwilligenleistende („Bufdine“) Anna Rubio-Gellermann kümmerte sich um die Fair-Play-Wertung. Die sportfachliche Aufsicht übernahm Radu Calcan von der DJK Rheda, und als Schiedsrichter fungierten die beiden Gütersloher Serhat Celik und Hasan Bulat.

Kämpften zusammen mit ihren Teams in den Nachtstunden von Freitagabend bis zum frühen Samstagmorgen in der Moritz-Fontaine-Gesamtschule um den „Fair Play Cup“ des Städtischen Jugendzentrums: Die Kapitäne der teilnehmenden Mannschaften mit den Turnier-Organisatoren und Bürgermeister Theo Mettenborg.















