Josefschule schult neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch
Büren. Ferienzeit bedeutete für die Kinder, die am Ferienintensivtraining „FIT in Deutsch“ an der Josefschule in Büren (Grundschulverbund Wegwarte) teilgenommen haben, nicht nur Lernen, sondern auch gemeinsames Entdecken. Vom 17. bis zum 28. August haben 21 neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre Deutschkenntnisse gezielt zu vertiefen und gleichzeitig viele Situationen des täglichen Lebens gemeinsam zu erleben.
„FIT in Deutsch“ ist ein offizielles Förderprogramm des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Es richtet sich an neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Ziel ist es, die Sprachkenntnisse während der Ferien intensiv und praxisnah weiterzuentwickeln.
Der Unterricht findet dabei nicht ausschließlich im Klassenraum statt. Neben gezielten Sprachübungen gehören gemeinsame Ausflüge und verschiedene Alltagsaktivitäten zum Programm. Das Gelernte kann so unmittelbar in Situationen angewendet werden, die den Kindern auch außerhalb der Schule begegnen. Gemeinsame Mahlzeiten sind ebenfalls Bestandteil des Tages: Neben einem selbst mitgebrachten Frühstück gibt es ein Mittagessen sowie Getränke, die über die Landesmittel finanziert werden. Die Teilnahme am Ferienintensivtraining und die benötigten Materialien sind für die Familien kostenfrei.
An der Josefschule wurde die Lerngruppe von den beiden geschulten Sprachlernbegleiterinnen Anita Küppers und Romy Tegler-Meister durchgehend betreut. Der Kurs fand täglich von 8:30 bis 15:30 Uhr statt.
„Für die Kinder ist es schön zu erleben, dass sie ihre Deutschkenntnisse nicht nur im Unterricht brauchen, sondern direkt im Alltag einsetzen können. Beim gemeinsamen Einkaufen, bei Ausflügen oder im Gespräch miteinander entstehen ganz nebenbei viele Situationen, in denen sie Sprache ausprobieren und Sicherheit gewinnen können“, berichten Anita Küppers und Romy Tegler-Meister.
Unterstützt wird das Ferienintensivtraining von der Stadt Büren. Als Koordinatorin begleitet Ute Münstermann das Projekt seitens der Stadt und steht im Austausch mit den Sprachlernbegleiterinnen und der Schulleitung, Eva-Maria Wellen. „Sprachkenntnisse sind eine wichtige Grundlage dafür, dass Kinder sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden und am schulischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Angebote wie ‚FIT in Deutsch‘ schaffen dafür einen guten Rahmen, weil Lernen und gemeinsames Erleben miteinander verbunden werden“, sind sich alle Beteiligten einig.
Das Ferienintensivtraining kann in Nordrhein-Westfalen dreimal jährlich angeboten werden und orientiert sich an den Schulferien. Während der Osterferien umfasst der Kurs acht aufeinanderfolgende Werktage, in den Sommerferien zehn Werktage über zwei Wochen und in den Herbstferien fünf Werktage über eine Ferienwoche. Damit bietet das Programm auch außerhalb der regulären Schulzeit die Möglichkeit, Sprachkenntnisse gezielt zu fördern und neu zugewanderte Kinder beim Ankommen zu unterstützen.
Schulen, die sich ebenfalls für das Programm interessieren, erhalten alle notwendigen Informationen unter https://www.schulministerium.nrw/ferienintensivtraining-fit-deutsch.

BU: Die Schülerinnen und Schüler des Kurses „FIT in Deutsch“ an der Josefschule Büren zusammen mit den Sprachlernbegleiterinnen Romy Tegler-Meister (links oben) und Anita Küppers (rechts oben) sowie Ute Münstermann von der Stadt Büren (links unten) und Schulleiterin Eva-Maria Wellen (rechts unten). Foto: Stadt Büren











