Wie wurde aus Frank Gehrys ungewöhnlichem Entwurf das Marta Herford? Hartwig Rullkötter, der als ausführender Architekt den Bau des Museums verantwortete, gibt am Mittwoch, 2. September, um 18 Uhr, bei einem dialogischen Rundgang durch die Ausstellungen Mindset Los Angeles gemeinsam mit Marta-Direktorin Kathleen Rahn persönliche Einblicke in die Entstehung des Marta.
Fließende und kippende Wände, roter Backstein und ein mehrteiliges geschwungenes Dach aus Edelstahl: Das Marta Herford im ostwestfälischen Herford, entworfen von Star-Architekt Frank Gehry, gilt bis heute als eines der ungewöhnlichsten Museumsbauwerke weltweit. Hartwig Rullkötter kennt die Architektur Gehrys in der Region wie kaum ein anderer: Als ausführender Architekt (Archimedes GmbH, Herford) verantwortete er den Bau des Marta Herford. Zuvor war er bereits an Gehrys Energie-Forum in Bad Oeynhausen beteiligt. Am Mi, 2. 9. um 18 Uhr, findet eine gemeinsame Führung mit Hartwig Rullkötter und Marta-Direktorin Kathleen Rahn durch das Ausstellungsprojekt Mindset Los Angeles statt.
Wie wurde Frank Gehrys Entwurf in die Realität umgesetzt? Welche Herausforderungen brachte der Bau mit sich? Und wie entstand aus den ersten Plänen schließlich das Museum, das 2005 eröffnet wurde? Der einstündige dialogische Rundgang verbindet die Ausstellungen mit persönlichen Einblicken Rullkötters in die Geschichte des Marta (Ticket: 3,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt. Keine Anmeldung erforderlich, begrenzte Teilnehmer*innenzahl).
Den Ausgangspunkt des Projekts Mindset Los Angeles bilden die frühen Jahre von Frank Gehry (1929–2025) sowie die Kunstszene im Los Angeles der 1950er- und 60er-Jahre, die sein Schaffen nachhaltig prägte. Ergänzend dazu werden ausgewählte Positionen nachfolgender Generationen von Künstler*innen aus L.A. vorgestellt, die zeigen, wie das Erbe der Künstler*innengruppe Cool School bis heute nachwirkt. Die Ausstellungen Frank Gehry und die Cool School (bis 10. Januar 2027, Gehry-Galerien) und Werke aus der Sammlung Schürmann (bis 8. November 2026, Lippold-Galerie) versammeln rund 150 Werke unter anderem von David Hockney, Richard Serra, John Baldessari und Judy Chicago. Neben Film, Fotografie, Malerei, Skulptur und Installation sind auch frühe Architekturprojekte und Originalskizzen von Frank Gehry zu sehen – viele davon werden erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Weitere dialogische Rundgänge mit Zeitzeugen finden an folgenden Terminen statt:
Mi 30. 9., 18 Uhr: mit Eckard Hofmeister, der mit seinem Unternehmen Dach + Asphalt GmbH (Herford) die geschwungene Edelstahldachkonstruktion des Marta Herford realisierte.
Mi 4. 11., 18 Uhr: mit Hartmut Braun (Herford), ehemaliger langjähriger Redakteur der Neuen Westfälischen.
Weitere Informationen im Kalender unter www.marta-herford.de/kalender

BU: Danziger Studio und Wohnhaus, Los Angeles, Kalifornien, 1963–1965, © Frank Gehry, Getty Research Institute, Los Angeles (2017.M.66)











