Offizielle Freigabe erfolgte nach der Abnahme – SBM sehr zufrieden mit dem Ergebnis und mit der Qualität der Ausführung


Minden.
Die Sperrbaken sind abgeräumt, die restlichen Flächen gepflastert. Die Fahrradbügel sind montiert und die Parkflächen markiert. Bis auf einige Restarbeiten ist nun alles in der Königstraße fertig. Am gestrigen Mittwoch (8. Juli) erfolgte die Abnahme der ausgeführten Arbeiten. Über einen längeren Zeitraum mussten sich Anwohner*innen, Geschäftsinhaber*innen und Bürger*innen in der Königstraße mit wechselnden Verkehrsführungen, engen provisorischen Durchgängen und unebenem Untergrund arrangieren. 

„Umso schöner ist es nun, das tolle Ergebnis zu sehen“, freut sich der Beigeordnete Peter Wansing (Städtische Betriebe Minden). Im Abschnitt zwischen dem Königswall und der Einmündung Simeonstraße wurde über vier Jahre lang gebaut – unter schwierigen Bedingungen und meist unter Vollsperrung. Denn die Altstadtstraße ist schmal und viele dort liegende Leitungen stellten vor allem den Kanalbau, mit dem die Maßnahme Ende Februar 2022 begann, vor Herausforderungen. Das 140 Jahre alte Kanalrohr musste in offener Bauweise erneuert werden.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auch mit der Qualität der Ausführung“, so Bauleiter Thomas Bröking vom Bereich Straßen und Brücken der Städtischen Betriebe Minden (SBM) bei der Abnahme. Er war verantwortlich für den Straßenausbau, der im November 2025 auf die Kanalbauarbeiten, die anschließende Verlegung einer Fernwärmeleitung und die Erweiterung des Glasfasernetzes folgte.

In den Wintern mussten Baupausen eingelegt werden. Die letzte dauerte wegen einer Frostperiode länger als geplant, es konnte erst im März wieder mit den Arbeiten begonnen werden. Das hat zunächst zu einer Verzögerung im ursprünglichen Bauzeitenplan geführt. „Die verlorene Zeit konnte aber wieder aufgeholt werden“, so Bröking.

Das lag an der guten Zusammenarbeit zwischen dem beauftragtem, regionalen Straßen- und Tiefbauunternehmen, dem Jahresunternehmen der SBM und der Asphaltkolonne der SBM. Ziel sei es immer gewesen, Ende Juni mit dem Straßenbau fertig zu sein. Nun ist der 3. Juli geworden, also fast „eine Punktlandung“. Somit kann am 8. August – auch über die Königstraße – der Parademarsch des Freischießens durch die Altstadt stattfinden.

Nach den vorherigen Tiefbauarbeiten glich die provisorisch hergestellte Straßendecke einem löchrigen Flickenteppich. Nun präsentiert sich die Altstadtstraße hell und modern – fast wie eine Fußgängerzone. Asphaltierte Abschnitte mit Hochbord (Bürgersteig) wechseln sich mit höhengleich gepflasterten, barrierefreien Flächen ab. In den Übergängen gibt es Rampen. Für die gepflasterten Flächen wurde ein Betonstein mit der Farbe „Muschelkalk“ verwendet. 

Seit Ende der vergangenen Woche kann der Verkehr in der Königstraße wieder ohne Behinderungen fließen. Heute erfolgte die offizielle Freigabe. Vor allem die Planung der Verkehrsführung war schwierig und sehr aufwendig. Es musste gewährleistet sein, dass die Anlieger*innen und die Feuerwehr die Häuser und Geschäfte zu jeder Zeit erreichen konnten. Für die gesamte Baumaßnahme musste der Verkehr über die Ritterstraße umgeleitet werden. Von dort ging es entweder nach links oder rechts in die Königstraße, die in Teilen eine Sackgasse war.

Es konnte nur in kleinen Abschnitten asphaltiert oder gepflastert werden. Kreuzungen mussten geteilt fertiggestellt werden, um den Verkehr nicht komplett zum Erliegen zu bringen – große Herausforderungen für die ausführenden Unternehmen, die Verkehrsbehörde und die Bauleiter vom Ingenieurbüro und den SBM.

Zu den letzten ausgeführten Arbeiten gehörte die Errichtung von Fahrradbügeln – auch für Lastenräder. Diese wurden im Kreuzungsbereich Königswall und an der Ecke Königstraße/Simeonstraße neu montiert. Zwei im Zuge der Kanalbaumaßnahme entnommene Bäume an der Einmündung zur Fröbelstraße werden noch im Herbst durch zwei Laubbäume ersetzt. Das Substrat befindet sich bereits in der Erde. Die Baumstandorte mit den Baumrosten bleiben bis dahin mit Baken und Zäunen gesichert.

Die Arbeiten für den barrierefreien Umbau kosteten rund 280.000 Euro. Hinzu kamen die Kosten für die Verkehrssicherung sowie die Baukosten für Asphaltabschnitte, die über das Unterhaltungs-Budget der SBM liefen. Die Asphaltabschnitte wurden von den SBM und von deren Jahresunternehmer hergestellt. Die barrierefreien Pflasterflächen wurden von einer lokalen Tief- und Straßenbaufirma hergestellt.

Eventuell seien noch geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen im langen Pflasterabschnitt zwischen dem Café Klee bzw. der Gaststätte Frida und der Umradstraße erforderlich. „Das könnten zum Beispiel zusätzliche Stellplätze und/oder Fahrradbügel sein“, so Bröking. Dieses müsse aber noch mit der Verkehrsbehörde abgestimmt werden.

Foto: © Städtische Betriebe Minde

Foto: © Städtische Betriebe Minde

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Foto: © Städtische Betriebe Minde

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Von Julef