Offizielle Schlüsselübergabe nach Erweiterung und Sanierung – Grundschüler*innen gestalteten das Rahmenprogramm der Feier
Minden. Einen alten Schlüssel mit Bart überreichte Bürgermeister Peter Kock jetzt an die Leiterin der Grundschule Bierpohlschule, Tanja Schnelle. Dieser symbolische Akt war der Höhepunkt einer Übergabefeier mit knapp 70 Gästen in der Schule. Grundschüler*innen gestalteten das Rahmenprogramm mit Moderationen, einem Querflötenstück und einem Tanz. Nahezu drei Jahre wurde auf dem städtischen Grundstück und im Komplex gearbeitet. Nun gibt es mehr Platz zum Lernen, moderne Unterrichtstechnik und helle Räume. Rund 6,3 Millionen Euro investierte die Stadt Minden in diesen Bildungsstandort.
Es entstand ein Neubau für zwölf Klassen und sechs Differenzierungsräume, die Ende 2024 bezogen werden konnten. Anschließend wurde das Bestandsgebäude umfassend saniert. Im ehemaligen Klassentrakt entstand ein neuer Verwaltungsbereich mit Aufenthaltsräumen, Lehrerzimmer, Sanitärräumen für das Kollegium sowie Büros. Im Obergeschoss befindet sich nun ein weiterer zusätzlicher Konferenzraum sowie Fachklassenräume für Kunst, Musik und Informatik. Neben der Erneuerung der Elektroinstallation wurden hier auch die Fußböden, Decken und Wandanstriche erneuert. In die ehemalige Hausmeisterwohnung ist der Offene Ganztag mit Büros und Aufenthaltsräumen für die Betreuer*innen eingezogen.
„Wir können stolz auf das sein, was in den letzten Jahren hier entstanden ist“, hob Bürgermeister Peter Kock in seinem Grußwort hervor. Und weiter: „Heute ist ein besonderer Tag für die Bierpohlschule und für unsere Stadt. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe kann ein Projekt abgeschlossen werden, das die Schule und die Stadtverwaltung in den vergangenen knapp drei Jahren intensiv begleitet hat.“ Er freue sich darüber, dass auch diese Grundschule nun „moderne und zeitgemäße Lernbedingungen“ bieten könne. Investitionen in Bildung seien Investitionen in die Zukunft, strich Kock heraus. Denn in den Schulen lernen Kinder nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Dort entdecken sie ihre Talente, entwickeln ihre Persönlichkeit und lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
„Schulen sind Orte des Wissens, aber auch Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und des Miteinanders“, so Peter Kock, der vor seiner Wahl als Bürgermeister, stellvertretender Schulleiter am Herder-Gymnasium war. Er wisse daher genau, dass die Anforderungen an moderne Bildung sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert hätten. Deshalb war und sei es wichtig, Schulen in Minden nicht nur baulich zu erneuern, sondern sie auch gut für die Zukunft aufzustellen.
Schulleiterin Tanja Schnelle und ihr Stellvertreter Patrick Bagusat erinnerten in einem als Dialog geführten Interview an die schwierige Bauphase, die größere Herausforderungen mit sich brachte. „Die letzten drei Jahre waren kein Spaziergang“, machte Schnelle deutlich. Zwischen Baulärm und Staub mussten die Lehrkräfte den Schulalltag bewältigen – auch für die Schulkinder sei dieses nicht einfach gewesen. Doch das Warten habe sich gelohnt, so die Schulleiterin.
Der erweiterte Gebäudekomplex bietet nun nicht mehr nur mehr Raum für verbesserte Lern- und Betreuungsmöglichkeiten, sondern auch optimierte Arbeitsbereiche für das Lehrerkollegium. Innen ist alles fertig. Auch die Klassencontainer, in denen interimsmäßig unterrichtet wurde und in dem während der Sanierung des Bestandsgebäudes die Verwaltung untergebracht war, sind seit Wochen abgebaut. Nur im Außenbereich wird noch gearbeitet. Hier soll ein „grünes Klassenzimmer“ entstehen. Auch der Schulgarten wird erweitert.
Sämtliche Leistungsphasen der HOAI, also die Grundlagenermittlungen, der Entwurf, Bauantrag, Ausschreibungen, die Bauleitung und Koordinierung sowie die spätere Bauüberwachung zu diesem Objekt, erfolgten durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Minden.

Foto: © Stadt Minden

Foto: © Stadt Minden

Foto: © Stadt Minden













