Umwelt- und Klimawirkung, gestalterische Qualität, soziale Relevanz und technische Innovation überzeugen die Jury des Preises „Grün.Blaue Infrastruktur.

Detmold. Detmold. Für die Neugestaltung des Detmolder Schloßplatzes haben die Stadt Detmold und die Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH jetzt den Umbaupreis „Grün.Blaue Infrastruktur“ erhalten. Dieser erstmals ausgeschriebene Preis würdigt herausragende Projekte, die Natur und Wasserflächen (grüne und blaue Infrastruktur) überzeugend in die Stadtplanung integrieren. Die Detmolder Delegation nahm den Preis bei der Messe InfraTech 2026 in Essen entgegen.

Der Schloßplatz wird bekanntlich aktuell dem historischen Vorbild nachempfunden neugestaltet. Dazu gehört die Esplanade, die bereits als Veranstaltungsort für den Weihnachtsmarkt Premiere gefeiert hat, ebensozahlreiche Neuanpflanzungen nach historischen Vorbildern, leicht veränderte Wegeführungen und ein Spielplatz. Sehr wichtig, aber für das Auge nicht sichtbar, sind die Veränderungen im Untergrund des Schloßplatzes. Hier wird mit einem „Schwammstadt“-System und Versickerungsspeichern (Rigolen) Niederschlagswasser aufgenommen, gespeichert und dann wieder an den Platz abgegeben. Davon profitiert die Vegetation auf dem Schloßplatz genauso wie das Mikroklima und damit wiederum die Detmolderinnen und Detmolder. Kurzum: Umwelt- und Klimawirkung, soziale Relevanz, gestalterische Qualität und technische Innovation des Projektes überzeugten die auslobenden Institutionen des Preises „Grün.Blaue Infrastruktur“, die den Umbaupreis an das Detmolder Projekt vergaben. „Angesichts von Klimawandel, Urbanisierung und Nutzungskonflikten leistet die prämierte Arbeit einen wichtigen Beitrag zu resilienten, lebenswerten Städten“, befand die Preisjury.

Der Detmolder Schloßplatz ist dabei kein Solitär in der städtebaulichen Entwicklung Detmolds, sondern bindet sich vielmehr in das „grüne Band“ durch Detmold ein, das vom Kaiser-Wilhelm-Platz über den Schloßplatz und künftige weitere kleine Grüninseln (Pocket Parks) bis hin zum neu gestalteten Außengelände der Parklandschaft Friedrichstal am LWL Freilichtmuseum reichen wird. Für Detmold, das bereits als grünste Stadt Deutschlands ausgezeichnet wurde, ist dieses „grüne Band“ einer der wesentlichen Eckpfeiler, um die Innenstadt auch für künftige Generationen attraktiv und lebenswert zu halten.

Freuen sich über die Auszeichnung: (von links) Guido Bauer (Büro Bauer-Fecke, Bauleitung Schloßplatz), Andreas Hoffmann, Stadt Detmold – Fachbereich Tiefbau, Teamleitung Gewässer und Hochwasserschutz, Susanne Hoffjann, Stadt Detmold – Projektleitung Schloßplatz Detmold, Fachbereich Stadtentwicklung, Teamleitung Umweltschutz/Freiraumplanung, Lasse Malzahn, Planungsbüro Franz Reschke Landschaftsarchitektur Berlin, und Thomas Lammering, Technischer Beigeordneter der Stadt Detmold. Daneben die Donatoren: Peter Köddermann, Baukultur Nordrhein-Westfalen, Laura Knappmann, Knappmann Unternehmensgruppe, Marcel Wiegard, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten NRW und Andreas Giga, Emschergenossenschaft und Lippeverband. (Foto: Baukultur NRW / Fenna Tinnefeld)

Von Julef