Stadtbücherei bietet geschützten Raum
Am Mittwoch, den 14. Januar 2026, wurde die Stadt Porta Westfalica zur stillfreundlichen Kommune zertifiziert.
Bürgermeisterin Anke Grotjohann nahm gemeinsam mit Susanne Sieker, Leiterin der Stadtbücherei, die Urkunde von Michelle Rump, 1. Vorsitzende des Landeshebammenverbandes NRWs, entgegen.
Gemeinsam mit Birgit Hansmeier (Familienhebamme), Edda Heinrichsmeier-Roth (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen), Regina Rinne (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Porta Westfalica) und Jens Kütenbrink (Amtsleitung des Jugendamtes) tauschten sie sich über Geburtshilfe, Stillförderung und die Bedeutung stillfreundlicher, öffentlicher Orte aus. Bürgermeisterin Anke Grotjohann: „Durch diese Initiative unterstreichen wir, wie wichtig Kinder in unserer Gesellschaft sind. Jedes Alter bringt eigenen Bedürfnisse mit sich. Stillfreundliche Orte unterstützen junge Familien dabei, sich in der Öffentlichkeit frei bewegen zu können und doch die nötigen Rückzugsorte zu haben.“
Auch die Stadtbücherei zählt nun zu einem solchen Ort. Susanne Sieker hat das Projekt angestoßen. In der Bücherei steht nun ein geschützter Bereich zur Verfügung, um einen Säugling in Ruhe zu stillen oder zu füttern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Mütter geht, die einen Rückzugsort zum Stillen suchen, oder um Eltern, die heißes Wasser für die Zubereitung einer Flasche benötigen. Sollten auch die Eltern durstig sein, steht ein kostenloses Getränk zur Verfügung.
Susanne Sieker betont, dass die Stadtbücherei ein sogenannter „Dritter Ort“ ist. Hierbei handelt es sich um ein Konzept des US-Soziologen Ray Oldenburg. Ein „Third Place“ ist ein frei zugänglicher, informeller, sozialer und konsumarmer Treffpunkt. „Die Stadtbücherei ist ein offener Ort, an dem man sich erholen, bilden und mit seinen Kindern einen schönen Aufenthalt gestalten kann. Nun sind auch die Kleinsten hier sehr gut aufgehoben, wenn der Hunger sich meldet“, freut sich die Leiterin der Stadtbücherei.

Weitere Geschäfte und öffentlich zugängliche Orte können sich anschließen und Raum schaffen für die Plätze, an denen die Kleinsten in Ruhe gefüttert werden können. Mehr Informationen zur stillfreundlichen Kommune und die Kriterien für diese Orte sind abrufbar unter https://www.hebammen-nrw.de/wp-content/uploads/2024/08/Die-stillfreundliche-Kommune_LVH-NRW.pdf.













