Hafenstädte Hamburg und Minden feiern mit geladenen Gästen langjährige Partnerschaft
Minden.
Die RegioPort OWL Betriebs GmbH hat erstmals zu einem Hafenfest mit dem Titel „Über Minden in Welt“ eingeladen. Im eigens errichteten Containerdorf feierten am 18. Juni rund 130 Gäste die jüngst veröffentliche Botschaft, dass die Betreibergesellschaft und die Mindener Hafen GmbH ihre Partnerschaft nach sieben Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit langfristig fixiert haben. Damit stellen beide Seiten die Weichen für eine weitere, enge Kooperation. Die strategische Vereinbarung bildet nun eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum und gemeinsame Erfolge.

Die RegioPort OWL Betriebs GmbH betreibt den RegioPort am Mittellandkanal seit 2019 als wasserseitigen Umschlagbetrieb für Container. Sie fungiert als Logistikdrehscheibe und verbindet die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) mit den großen Nordseehäfen in Hamburg und Bremerhaven. Die Betriebsgesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mindener Hafen GmbH, der BOBE Speditions GmbH und der „modal 3 Logistik GmbH“. Geschäftsführer ist Christian Hansmann.

Die Region – insbesondere der Hafenstandort Minden – habe eine große Bedeutung für den Hamburger Hafen. Das strich Markus Heinen (Hafen Hamburg Marketing e.V.) in seinem Grußwort heraus. Sowohl über die Schiene als auch über den Wasserweg bestehe eine leistungsfähige Anbindung, die einen nachhaltigen Gütertransport zwischen den Regionen ermöglicht. Neben der transportlogistischen Verbindung besteht seit längerem auch eine dauerhafte und strategische Kooperation zwischen den Hafenstandorten Hamburg und Minden. Vor diesem Hintergrund erklärte sich Hafen Hamburg Marketing e.V. dazu bereit, die Veranstaltung tatkräftig zu unterstützen.

„Minden ist ein Verkehrsknotenpunkt. Vor allem die Lage am Wasserstraßenkreuz ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der etablierten Linienverbindungen per Bahn und Binnenschiff von und zu den norddeutschen Seehäfen in Bremerhaven und Hamburg“, sagte Bürgermeister Peter Kock. Und weiter: Obwohl im Binnenland gelegen sei es von Minden aus möglich, die Nordsee zu erreichen und damit auch die Weltmeere zu befahren.

Der Geschäftsführer der Mindener Hafen GmbH, Joachim Schmidt, ging auf die aktuelle Situation ein. Auch der Containerumschlag in den Mindener Häfen habe mit den weltweiten Auswirkungen der Krisen zu kämpfen gehabt. Mit Ausnahme einer kurzen deutlichen „Delle“ in 2023 befänden sich die Häfen aber wieder auf einem Wachstumspfad, so Schmidt. Seit diesem Jahr konnte die Container-Umschlagsbilanz über alle Verkehrsträger eine Steigerung von mehr als 30 Prozent verzeichnen, im Bereich „Umschlag Binnenschiff“ sogar um 65 Prozent. Insgesamt wurden 2025 127.845 TEU (Twenty Foot Equivalent Unit = 20 Fuß-Container) an Containern in Minden umgeschlagen.

Nach dem offiziellen Teil stand der Netzwerkgedanke im Vordergrund. Den Rahmen dafür bildete das rustikale Ambiente eines extra errichteten Containerdorfes mit einem Zelt als Mittelpunkt. Bei deftigen Speisen und kühlen Getränken wurde die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen unter den zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Wirtschaft sowie aus der Metropolregion Hamburg in entspannter Atmosphäre genutzt.

Foto Symbolische Vertragsunterzeichnung durch Vertreter von RegioPort OWL Betriebs GmbH und Mindener Hafen GmbH.
Auf dem Bild (von links): Christian Gust (modal 3 Logistik GmbH), Joachim Schmidt, Karsten Martin-Borrego (beide Mindener Hafen GmbH) und Christian Hansmann (BOBE Speditions GmbH). Bildnachweis: © Mindener Hafen GmbH