Rheda-Wiedenbrück (pbm). Der Eigenbetrieb Abwasserwirtschaft (EAW) beginnt in dieser Woche mit der planmäßigen Grundreinigung des Regenklärbeckens am Kleigraben. Das Becken sammelt Sand und Rückstände, die mit dem Regen von den umliegenden Straßen und der Autobahn in Richtung Ems gespült werden und schützt so Natur und Umwelt.

Nach gründlicher Vorbereitung wird die rund 800 Quadratmeter große und über zwei Meter tiefe Anlage innerhalb der nächsten zwei Wochen komplett entschlammt und gewartet. Umweltschutz und Effizienz stehen dabei im Fokus.

Fischrettung zum Auftakt
Die Arbeiten sind mit der behutsamen Entwässerung des Beckens gestartet. Fachleute des Landesfischereiverbandes haben eine sogenannte Räumungsbefischung vorgenommen. Alle im Becken befindlichen Fische wurden schonend eingefangen und in das direkt nachgeschaltete Regenrückhaltebecken umgesetzt. Aus diesem waren die Tiere ursprünglich auch eingewandert.

Umweltschonendes Verfahren reduziert Lkw-Verkehr
In der zweiten Phase ab kommender Woche wird der abgesetzte Schlamm aus dem Becken gesaugt. Ein modernes Verfahren sorgt dafür, dass das Material direkt vor Ort entwässert wird. Dies reduziert das Volumen des Räumgutes erheblich. Die Folge: Die Anzahl der notwendigen Containerfahrten durch den Ort wird auf ein absolutes Minimum begrenzt.

Prüfung vor Wiederinbetriebnahme
Bevor der hier aufgefangene Schlamm abtransportiert werden kann, verbleiben die Container für eine gesetzlich vorgeschriebene Beprobung auf dem Gelände. Je nach Laborergebnis wird das Material klassifiziert und fachgerecht entsorgt. Zum Abschluss der Maßnahme wird das leere Becken von Experten begangen und auf bauliche Mängel untersucht. Nach erfolgreicher Prüfung geht die Anlage wieder regulär in Betrieb.

BU: Fachleute des Landesfischereiverbandes haben alle im Becken befindlichen Fische schonend eingefangen und in das direkt nachgeschaltete Regenrückhaltebecken umgesetzt.

Von Julef