22.04.2026 | Bielefeld (bi)

Große Freude im Bielefelder Rathaus: Die Verwaltung hat heute die positive Nachricht erreicht, dass die Stadt Bielefeld eine umfassende Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) für den geplanten Ersatzneubau der Sporthalle an der Benzstraße erhält. 2,475 Millionen Euro sollen demnach an die Stadt fließen. Damit ist eine der wichtigsten Hürden für die Modernisierung der Sportinfrastruktur im Stadtbezirk Schildesche genommen. Denn aktuell sind die vorhandene Sporthalle und der Gymnastikraum der Sporthalle aufgrund von statischen Mängeln in der Dachkonstruktion gesperrt. Daher können derzeit weder der Schulsport der Sonnenhellweg-Schule (Förderschule für geistige Entwicklung und Lernen) noch Vereinssport stattfinden.

Ein Meilenstein für die Sportstadt Bielefeld

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer zeigt sich hoch erfreut über die positive Nachricht: „Diese Förderzusage ist ein großartiges Signal für unsere Stadt. Der Ersatzneubau an der Benzstraße ist ein zentrales Vorhaben, um Bielefeld als lebendige Sportstadt weiterzuentwickeln. Dass der Bund die Bedeutung dieses Projekts erkennt und finanziell unterstützt, gibt uns den nötigen Rückenwind, um dieses ambitionierte Bauvorhaben zügig umzusetzen. Es ist eine Investition in die Lebensqualität und den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft.“

Die Planungen für einen Ersatzneubau der Sporthalle und eines separaten Gymnastikraums mit Umkleiden, Nebenräumen, Erschließungsflächen und Technikbereichen sowie außenliegenden Umkleiden und Toiletten für den angrenzenden Sportplatz sind bereits gestartet. Denn eine umfassende bauliche Sanierung ist aus technischer, energetischer und wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar und kaum realisierbar. 

Der Neubau wird ressourcenschonend in Konstruktion und Material ausgeführt, hohe energetische Standards erfüllen (Effizienzgebäude-Stufe 55) sowie mit Photovoltaik-Anlage, Retentionsflächen und Gründach ausgestattet sein. Ein erforderliches barrierefreies Konzept wird umgesetzt.

Für den Neubau wurde die für die Beantragung erforderliche Entwurfsplanung bereits abgeschlossen. Die Kosten sind mit insgesamt ca. 4,8 Mio. Euro veranschlagt. In rund zwei Jahren soll die neue Halle eröffnet werden. 

Synergien für Schule und Vereinssport

Auch die Dezernentin für Schule und Sport, Birgit Beckermann, betont die Relevanz für die tägliche Nutzung der Sportstätte. Die neue Halle wird künftig sowohl dem Schulsport als auch zahlreichen Vereinen zur Verfügung stehen: „Für unsere Schülerinnen und Schüler sowie für den Vereinssport ist die Zusage ein echter Gewinn. Moderne, zeitgemäß ausgestattete Sportstätten sind die Voraussetzung für gute Bildung und ein aktives Miteinander. Mit dem Neubau schaffen wir Kapazitäten, die den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit und sportfunktionalen Standards voll entsprechen. Das stärkt die Motivation und die Freude, Sport zu treiben und sich zu bewegen“, so Beckermann.

Nachhaltigkeit und moderne Architektur im Fokus

Aus baulicher Sicht bedeutet die Förderung die Umsetzung eines zukunftsweisenden Projekts, das auch ökologische Maßstäbe setzen soll. Baudezernentin Claudia Koch erläutert die technischen Vorzüge des geplanten Ersatzneubaus: „Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Bundesmittel nun die Möglichkeit haben, ein Gebäude zu realisieren, das energetisch auf dem neuesten Stand ist. Der Ersatzneubau ermöglicht es uns, effizientere Strukturen zu schaffen, als es eine Sanierung des Altbestands erlaubt hätte. Das Team im Immobilienservicebetrieb wird die Planungen nun weiter vorantreiben. Ein besonderer Fokus soll dabei auf nachhaltige Materialien und eine klimafreundliche Energieversorgung gelegt werden.“