Rheda-Wiedenbrück (pbm). Kleiner Chip – große Wirkung: Die öffentlichen Abfallbehälter an den Straßen und Wegen der Stadt sind inzwischen alle „gechipt“. Damit können die Bauhofmitarbeiter mit einem Tastendruck auf ihr Handy bei jeder Leerung den aktuellen Füllstand des jeweiligen Mülleimers melden.

Zwar leeren sich die Tonnen nicht selbständig – jedoch erlaubt die permanente Erfassung der Füllstände in einer Datenbank die ständige Optimierung der Touren. Das spart Arbeit, Zeit und Treibstoff. Zugleich werden die stärker genutzten Behältnisse öfter geleert und laufen seltener über. Das Gesamtbild wird auch zeigen, ob die Behälter an der richtigen Stelle stehen oder auch an den Standorten nachgesteuert werden sollte.

Ganz vermeiden lassen werden sich überfüllte Tonnen nicht. Außergewöhnliche Wetterlagen, besondere Veranstaltungen oder Zeitgenossen, die weit mehr als nur ihre leere Zigarettenpackung oder den Hundekotbeutel in der Tonne entsorgen, können immer wieder zu einem kurzfristigen „Überlaufen“ der Abfallbehälter führen. Mit der Beobachtung des generellen Füllstandes der stählernen Müllkörbe wird das aber immer seltener vorkommen.

Insgesamt leert das Bauhofteam regelmäßig 322 Körbe an öffentlichen Verkehrsflächen. Jedes Behältnis verursacht im Jahresdurchschnitt Kosten von rund 600 Euro. Bei solchen Summen entfalten auch kleine Einsparungen Wirkung. Einer von vielen kleinen Digitalisierungsschritten, der sich schnell bezahlt macht.

Jürgen Grießbach, Bauhofleiter Benjamin Stipp und Vorarbeiter Andrej Isaak freuen sich, dass mit den gechipten Abfallbehältern eine bessere Planung der Entleerungen möglich wird +++

Von Julef