Höxter. Lütmarsen hat wieder einen Sportplatz: Am gestrigen Sonntag wurde der neue Rasensportplatz in Lütmarsen offiziell eröffnet. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Sport sowie vielen Lütmarserinnen und Lütmarsern feierte die Stadt Höxter damit den Abschluss eines besonderen Wiederaufbauprojektes.
Die Eröffnung fand dabei an einem besonderen Tag statt: Am 23. August 2026 feiert das Land Nordrhein-Westfalen seinen 80. Geburtstag. „Es ist ein schöner Zufall, dass wir heute, am 80. Geburtstag unseres Landes Nordrhein-Westfalen, hier in Lütmarsen gemeinsam einen Ort eröffnen können, der für Zusammenhalt, Gemeinschaft und einen erfolgreichen Neuanfang steht“, sagte Rainer Vidal von der Bezirksregierung Detmold. „Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe und nach den schweren Unwettern hat gezeigt, dass Nordrhein-Westfalen auch in schwierigen Zeiten zusammensteht. Der neue Sportplatz ist dafür ein sichtbares und schönes Beispiel.“
Bürgermeister Daniel Hartmann erinnerte bei der Eröffnung an die Bilder vom Mai 2022, als Sturm „Emmelinde“ den Sportplatz innerhalb kürzester Zeit schwer zerstörte und auch das damalige Sportheim erheblich beschädigt wurde. „Heute stehen wir hier. Wo damals Verwüstung war, liegt heute ein neuer Rasenplatz. Wo das zerstörte Sportheim stand, steht heute ein neues Vereinsheim“, sagte Hartmann.
Die Gesamtkosten für den neuen Sportplatz und das Sportplatzgebäude belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil der Finanzierung erfolgt über das Wiederaufbauprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Ergänzt wird die Finanzierung durch Eigenmittel der Stadt und Versicherungsleistungen.
Ein besonderer Dank der Stadt Höxter galt deshalb dem Land Nordrhein-Westfalen. Bürgermeister Hartmann dankte Rainer Vidal stellvertretend für die beteiligten Behörden sowie besonders Ministerin Ina Scharrenbach für die Unterstützung des Wiederaufbaus.
„Das Land hat mit seinem Wiederaufbauprogramm ganz entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Neuanfang hier möglich wurde“, betonte Hartmann. Es gehe dabei nicht allein darum, Schäden zu beseitigen, sondern darum, „Zukunft wieder möglich zu machen“.
Auch der Vorsitzende des TuS Lütmarsen, Volker Hiller, richtete ein Grußwort an die Gäste. Der Verein hatte den Wiederaufbau des Sportplatzes und des Vereinsheims eng begleitet und sich dafür eingesetzt, dass der Sportstandort in Lütmarsen erhalten und weiterentwickelt werden konnte.
Bürgermeister Hartmann dankte darüber hinaus den beteiligten Planungsbüros, ausführenden Unternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Beschäftigten der Stadtverwaltung, die das Projekt begleitet und umgesetzt haben.
Der neue Sportplatz ist dabei nicht nur die neue sportliche Heimat des TuS Lütmarsen. Er steht künftig auch der SG Heiligenberg als weiterer Spielort zur Verfügung. Dass der Platz unmittelbar nach seiner offiziellen Eröffnung mit Leben erfüllt wurde, zeigte das anschließende Meisterschaftsspiel der SG Heiligenberg gegen den FC Nieheim. Die Partie endete mit einem torreichen 3:3-Unentschieden.
Damit wurde bereits am Eröffnungstag deutlich, wofür der neue Sportplatz stehen soll: Sport, Begegnung und Gemeinschaft.
„Ein Sportplatz ist eben nicht nur ein Stück Rasen. Er ist ein Ort, an dem Gemeinschaft entsteht“, sagte Bürgermeister Hartmann. Nach der schweren Zerstörung durch den Sturm sei nun etwas Neues entstanden. „Aus der Frage ‚Wie soll es weitergehen?‘ ist heute ein ganz klares ‚Hier geht es weiter!‘ geworden.“
Mit dem neuen Rasensportplatz und dem neuen Sportheim verfügt Lütmarsen nun wieder über eine moderne Sportanlage, die den Vereinen und dem gesamten Ort langfristig zur Verfügung steht. Für den TuS Lütmarsen, die SG Heiligenberg und alle Sportlerinnen und Sportler beginnt damit ein neues Kapitel.

BU: v. l.: Sven Spieker (TuS Lütmarsen), Bürgermeister Daniel Hartmann, Rainer Vidal (Bezirksregierung), Volker Hiller (TuS Lütmarsen) und Wilfried Mönnekes (TuS Lütmarsen) bei der Eröffnung des neuen Rasensportplatzes in Lütmarsen. Bildquelle: Stadt Höxter

Bildquelle: Stadt Höxter

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