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Der erste Bauabschnitt für den Abschnitt Lange Straße/Gerichtsstraße hat begonnen. Die Arbeiten erfolgen in geschlossener Bauweise mittels eines Inliners.

Die Arbeiten der Kanalsanierung in der Lagenser Innenstadt haben begonnen. Gestartet wird mit der Sanierung des Mischwassersammlers in der Langen Straße und der Gerichtsstraße. Die Sanierung des vorhandenen Kanals aus Beton (Höhe 135 cm, Breite 90 cm) erfolgt in geschlossener Bauweise mittels eines Inliners. Auch die Hausanschlüsse sollen weitestgehend mit dem gleichen Verfahren saniert werden. Sollte dieses technisch nicht möglich sein, wird eine offene Bauweise vorgenommen werden müssen.

Anlass der vorzunehmenden Baumaßnahmen sind Korrosion und Undichtigkeiten im bestehenden Kanal aus Beton. Die Reparatur der Schächte erfolgt durch Einbau von Schlauchlinern (flexible Gewebeschläuche, die mit reaktivem Kunstharz getränkt werden). Seit Montag laufen vorbereitende Maßnahmen und Untersuchungen. Von der Sanierung selbst ist nicht viel zu sehen. Lediglich an einzelnen Schächten werden Einsatzfahrzeuge stehen, bzw. Arbeiten in offener Bauweise ausgeführt. An den Schächten, über die die Schlauchliner (s. untenstehende weitere Erläuterungen) eingezogen werden, müssen aus Platzgründen die Schachtabdeckungen und Konen heruntergenommen werden.

Sichtbares Zeichen wird zu gegebener Zeit die Wasserhaltung mittels eines Hamburger-Hebers (s. untenstehende Erläuterung) sein. Das Abwasser fließt während des Bauzeitraums durch eine zwischen dem Start und dem Endschacht errichtete Stahlleitung in 4,00 m Höhe ab.

Aufgrund der Lage der Kanäle in der Fußgängerzone der Stadt Lage und dem entsprechendem Wasseranfall während den Geschäftszeiten, erfolgt voraussichtlich in der ersten Märzhälfte der Einbau der Schlauchliner in den Nachtstunden (20.00 Uhr – 6.00 Uhr). Die Aushärtung der Inliner im Kanal geschieht durch einen Lampenzug. Die eingezogenen Lampen erzeugen UV-Licht im Schacht, welches die Harze aushärten lässt. Im Zuge vorgenannter Arbeiten sind geringfügige Lärmbelästigungen möglich. Bei Regenwetter und Frost kann jedoch kein Einbau erfolgen. In diesem Fall würden sich die Termine verschieben.

„Der Vorteil der Inliner-Methode besteht darin, dass kein Bodenaushub notwendig ist, und die Maßnahmen somit auch in einem kürzeren Zeitraum umgesetzt werden können“, berichteten die Fachleute vom Fachteam Stadtentwässerung, Wasserwirtschaft beim Termin vor Ort.

Die Gesamtmaßnahme umfasst einen Bereich von der Hellmeyer-Straße bis zum Marktkauf Kreisel. Sie werden in drei Bauabschnitte unterteilt und sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. In Bezug auf die Neugestaltung des Marktplatzes und der angrenzenden Straßen wird die Umsetzung der Maßnahme somit weniger Zeit in Anspruch nehmen.

„Aufgrund der Möglichkeit, die Maßnahme in geschlossener Bauweise umzusetzen, werden der Wochenmarkt sowie der anstehende Karnevalsumzug und auch der Frühjahrsmarkt im nächsten Monat von der Bautätigkeit nicht betroffen sein“ stellte Bürgermeister Matthias Kalkreuter heraus.

Mit den Arbeiten wurde die Firma tubus GmbH aus Leipzig beauftragt. Planung und Bauüberwachung erfolgt durch das Ing.-Büro Redeker, Detmold. Seitens des Städtischen Abwasserbetriebes der Stadt Lage wird die Maßnahme durch Frau Sonnenberg und Herrn Runte technisch begleitet.

Erläuterungen:

Schlauchliner

Flexible Gewebeschläuche, die mit reaktivem Kunstharz (z. B. Epoxidharz) getränkt und in beschädigte Abwasserrohre eingezogen werden. Mittels Luft- oder Wasserdrucks an die Rohrwand gepresst, härten sie (oft durch UV-Licht) aus und bilden ein neues, nahtloses und statisch tragfähiges „Rohr-im-Rohr“. Dieses Verfahren ist eine grabenlose Sanierungsmethode, die Erdaushub vermeidet.

Hamburger-Heber

Der Hamburger-Heber nutzt das physikalische Prinzip der kommunizierenden Röhren, um Flüssigkeiten mittels Luftdrucks über einen Scheitelpunkt von einem höheren in ein tieferes Niveau zu leiten. Als Antrieb dient die Wasserspiegeldifferenz, wobei eine vollständig gefüllte Leitung nötig ist. Es kommt in Brunnenanlagen, zur Entleerung von Tanks oder als spezielle, verstopfungsarme Abwasserheber zum Einsatz. Der Vorteil ist die Leistungsfähigkeit des Hebers und der Transport des Abwassers im Verkehrsraum über aufgeständerte Leitungen.

Sven Anders und Jan Runte (beide Fachteam Stadtentwässerung. Wasserwirtschaft Stadt Lage), Bürgermeister Matthias Kalkreuter, Tino Wolzin (Marktmeister Stadt Lage), Monika Sonnenberg (Fachteam Stadtentwässerung Wasserwirtschaft Stadt Lage), Rolf Ostmeier (Ing.-Büro Redeker, Detmold) und Sebastian Scharfe (Bauleiter Fa. tubus GmbH, Leipzig)

Von Julef