50 ehemalige Mitglieder und Freunde des JuPas haben sich zum 25. Geburtstag des Gütersloher Jugendparlaments im Ratssaal getroffen

Gütersloh (gpr). Was für eine Geburtstagsparty! Junge Menschen aus allen 13 Amtsperioden des Gütersloher Jugendparlaments (JuPa) sind kürzlich zu der Jubiläumsfeier in den Ratssaal gekommen. Auch viele Gründungsmitglieder, die das Konzept des JuPa in einer Projektgruppe in einem einjährigen Prozess entwickelt hatten, waren dabei.

Bürgermeister Matthias Trepper und der Beigeordnete für den Bereich Jugend und Familie Henning Matthes lobten zu Beginn in ihren jeweiligen Grußworten das Engagement der Jugendlichen und hoben die Bedeutung dieser Arbeit hervor.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Gütersloher CDU Nils Wittenbrink (sechs Jahre im JuPa, davon zwei als Sprecher) gratulierte mit einem Video und betonte: „Durch das JuPa lernen viele Jugendliche ganz direkt, was es heißt, Politik zu machen: Dass einfache Lösungen oft nur so klingen und es sehr viel Arbeit ist, einen guten Kompromiss zu finden.“

Es folgte eine Zeitreise – von der Gründungszeit bis heute: In Talkrunden ließen Ehemalige und aktuelle JuPa-Mitglieder Meilensteine, Erinnerungen und Highlights wiederaufleben. Zunächst beleuchteten Vera Birthe Bratengeier und Alexander Dorio die Gründung und die ersten Jahre des JuPas. Beide waren sechs beziehungsweise vier Jahre Mitglied des Gremiums und leiteten das JuPa als Sprecherin und Sprecher. Sie berichteten von Schwierigkeiten und Skepsis bei Erwachsenen zu Beginn des JuPas, aber auch über viele Erfolge in der Startphase wie den Bau des Skateplatzes am Bauteil 5 und die erfolgreiche Belebung der Jugendarbeit in Gütersloh durch Ideen aus den Reihen des JuPas.

Die zweite Talkrunde moderierte Nahir Aslan, der einige seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Jahre 2007 bis 2013 auf die Bühne holte, um besondere Momente der JuPa-Geschichte näher zu erläutern. Themen waren die vielen Parlamentsbesuche in Berlin, Brüssel und Düsseldorf, Seminarfahrten und viele Aktionen und Projekte vor Ort in Gütersloh, wie das jährlich stattfindende Jugendkulturfestival, das 2009 vom JuPa ins Leben gerufen wurde.

Nahir Aslan leitet heute das städtische Jugendzentrum in Rheda-Wiedenbrück. „Viele Impulse und Ideen habe ich in meiner Zeit im JuPa bekommen und die Zeit war ein sehr wichtiger Wegweiser in meinem beruflichen Leben“, so Nahir Aslan zum Abschluss seiner Rede.

Auf die Zeit nach der Corona-Pandemie gingen Diana Gergova, Jemma Abdulmassih (aktuelle Sprecherin des JuPas), Sebastian Westerbarkey und Tobias Klinker ein. Sie berichteten von den Schwierigkeiten, die Arbeit trotz der Einschränkungen fortzusetzen, aber auch von den Erfolgen in ihrer JuPa-Zeit.

Tobias und Diana haben beide die Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2022 organisiert und Spendenaktivitäten für alleinerziehende Mütter und deren Kinder über den InTho Kenia e.V. initiiert. Tobias ist aber vor allem sein Auftritt mit Jolina Hukemann im Ausschuss der Stadt Harsewinkel in Erinnerung, wo die beiden für die Initiierung eines JuPa geworben und für Jugendbeteiligung gekämpft haben. Im März noch waren JuPis gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendrat Bielefeld und dem JuPa Schloss Holte-Stukenbrock vor Ort, um Solidarität für den Erhalt zu zeigen, sagt Jemma.

Sebastian war mehr als anderthalb Jahre als Begleiter beim Projekt „GüTi – Safer Space Kampagne Gütersloh“ dabei – ein tolles „Produkt“, das er auch im aktuellen JuPa mit weiteren JuPis voranbringen möchte.

Diana war bei all diesen „Highlights“ dabei: Sie erzählt, wie sie sich schon in der Schule nie getraut hatte, vor Menschen zu sprechen, nicht nur, weil sie erst Deutsch lernen musste. Als sie 2019 im JuPa startete, habe sie gemerkt, dass es dort keine Rolle spielt und sie über das gemeinsame Tun in den Projekten viel Selbstbewusstsein gesammelt hat. Diana „traute“ sich dann auch, sich im Kulturprojekt „C-City“ des Fachbereiches Kultur der Stadt Gütersloh zu engagieren, fuhr mit nach Polen, Schweden und England, um das Thema Jugendbeteiligung im Austausch der Partnerstädte von Gütersloh weiterzutragen. Nach drei Amtszeiten ist sie nun stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhauptausschuss und weiterhin Begleitkraft des JuPa.

Zum JuPiläums Meet& Greet hat Diana die beiden jüngsten Mitglieder des aktuellen JuPa Antonia Vida und Sophia Tucker unterstützt, die zum Abschluss des offiziellen Teils das „traditionelle“ JuPa-Quiz mit Fragen zur Geschichte des JuPa präsentiert haben.

Ein Geburtstag, der von schönen Erinnerungen und einem positiven Blick in die Zukunft begleitet wurde.

BU: Ehemalige und aktuelle Mitglieder des Jugendparlaments Gütersloh feierten das 25-jährige Bestehen des Gremiums im Ratssaal der Stadt Gütersloh. Foto: Stadt Gütersloh

Von Julef