Fairtrade-Gemeinde setzt ein sichtbares Zeichen mit Banner
Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz ist seit Dezember 2022 Fairtrade-Town. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus. Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen, den fairen Handel vor Ort sichtbar und spürbar zu machen. Als Teil des internationalen Netzwerks der Fairtrade-Towns setzt Herzebrock-Clarholz damit ein klares Zeichen für globale Verantwortung im lokalen Alltag.
Die Auszeichnung ist kein Selbstläufer: Fünf Kriterien müssen dauerhaft erfüllt sein. Bürgermeister und Gemeinderat bekennen sich mit einem Ratsbeschluss zur fairen Sache. Die Steuerungsgruppe, die seit rund dreieinhalb Jahren regelmäßig zusammenkommt, koordiniert alle Aktivitäten und hält das Engagement lebendig. In lokalen Geschäften und gastronomischen Betrieben sind Produkte aus fairem Handel erhältlich, die Zivilgesellschaft leistet engagierte Bildungsarbeit – und die lokalen Medien tragen die Botschaft in die Öffentlichkeit.
Dass Herzebrock-Clarholz Fairtrade-Town ist, lässt sich dieser Tage buchstäblich nicht übersehen: An allen drei Standorten der sogenannten Ortseingangstafeln hängen großflächige Banner, die das Bekenntnis der Gemeinde weithin sichtbar machen. Für die Hängung des neuen Banners sorgte Lothar Schäfer, der nicht nur in der Steuerungsgruppe aktiv mitwirkt, sondern dessen eingespieltes Team Engagierter auch den regelmäßigen Auf- und Abbau des mobilen Fairtrade-Town-Stands organisiert.
Der Blick richtet sich nach vorn: Ein Teil der Steuerungsgruppe wird am 24. Juni nach Bonn reisen und dort am Netzwerktreffen der Fairtrade-Towns NRW teilnehmen, um Erfahrungen auszutauschen und frische Impulse für die Arbeit in der Gemeinde mitzunehmen.
„Aktuell planen wir eine Radtour zu Hofläden, die fair gehandelte Produkte im Sortiment führen. Sobald die Details feststehen, werden wir darüber informieren“, kündigt Marita Feldmann, Sprecherin der Steuerungsgruppe, an.
Das Engagement als Fairtrade-Town ist vielfältig und fest im Gemeindeleben verankert. Gemeinsame Projekte mit der von-Zumbusch-Gesamtschule, die selbst als Fairtrade-Schule ausgezeichnet ist, werden auch künftig fortgeführt.
Seit ihrer Gründung setzt sich die Steuerungsgruppe aktiv für das Bewusstsein rund um nachhaltigen und fairen Handel ein. Mit vielfältigen Aktionen, ob in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Einzelhandel, auf dem Herzebrocker Wochenmarkt oder beim Trödelmarkt in Clarholz, bringt sie das Thema direkt zu den Menschen vor Ort.
In Kooperation mit dem Ladenteam des Ökumenischen Arbeitskreises Eine-Welt werden bei verschiedenen Gelegenheiten fair gehandelte Produkte präsentiert, die zum Probieren, Kaufen und Nachdenken einladen.

(von links) Günter Kortmann, Ingrid Schäfer und Johannes Wittop zeigen praktisches Engagement bei der ersten Hängung des neuen Banners der Fairtrade-Gemeinde Herzebrock-Clarholz.












