Zwei Tage, über 100.000 Steine und eine Stadt, die es so nur einmal gab: Bei der ersten großen LEGO-Bauaktion der Offenen Kinder- und Jugendarbeit haben Kinder und Jugendliche am Wochenende im Hangar 21 ihre eigene Traumstadt erschaffen.

Detmold. Hochhäuser neben Rennstrecken, Bahnhöfe neben Parks und Bauwerke, die es in keiner echten Stadt gibt: Am 26. und 27. September hat sich der Hangar 21 am Detmolder Flugfeld in eine große Baustelle verwandelt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren haben dort gemeinsam eine ganze Stadt aus LEGO-Steinen gebaut. Eine Aktion in dieser Größenordnung hat es in Detmold bisher nicht gegeben.

Am Samstagmittag schaute Bürgermeister Frank Hilker vorbei und kam mit den jungen Baumeisterinnen und Baumeistern ins Gespräch. Sein Tipp: miteinander reden. Wer ein Hochhaus baue und daneben entstehe eine Rennstrecke, müsse gemeinsam überlegen, wie beides zusammenpasst. Im Rathaus funktioniere das genauso, nur mit richtigen Steinen.

Genau das zeigte sich an beiden Tagen. Straßen mussten an Häuser anschließen, Viertel ineinander übergehen, Ideen abgestimmt werden. So entstand Stein auf Stein eine bunte Stadtlandschaft voller eigener Einfälle. Am Samstag wurde von 10 bis 17 Uhr gebaut, am Sonntagvormittag wurde die Stadt weiter ausgebaut und vollendet.

Lange stehen blieb die Traumstadt allerdings nicht. Direkt nach Abschluss am Sonntagmittag musste sie wieder abgebaut werden – tatkräftig unterstützt von zahlreichen Eltern, die mit anpackten. Vorher wurde die fertige Stadt fotografiert, sodass die Werke der Kinder erhalten bleiben.

Mit der Aktion wollte die Offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Detmold einen kreativen Raum zum Mitmachen und gemeinsamen Gestalten schaffen. Neben dem Bauen standen Teamarbeit, Begegnung und das Entwickeln eigener Ideen im Mittelpunkt.

BU: Bürgermeister Frank Hilker und Michael Koch (Fachbereich 2) im Gespräch mit den Kindern des Projekts Foto: Stadt Detmold

BU: Ein Blick in die fertige Lego-Stadt, gebaut von den Detmolder Kindern. Foto: Stadt Detmold

Von Julef