Eine Geschichte von Familie, Wut und Weiblichkeit
(K)ein Halloweenprogramm im Museum Hexenbürgermeisterhaus am 31. Oktober um 18 Uhr
Lemgo. Obwohl an diesem Tag an vielen Orten mit Halloween der Glaube an vermeintlich Übersinnliches gefeiert wird, begeben sich das Museum Hexenbürgermeisterhaus, die VHS Lemgo-Detmold und die Gleichstellungstelle der Stadt Lemgo auf eine literarische Reise, die sich dem alten Irrglauben an vermeintliche Hexen entgegenstellt.
Juliane Schiemenz folgt den Spuren ihrer legendär gewordenen Ahnin Sidonia von Borcke, die 1620 als Hexe verurteilt wurde. Zänkisch und unersättlich soll diese gewesen sein. Kein Wunder! Weder heiratete sie, noch bekam sie Kinder, stattdessen stritt sie vor Gericht um ihr Erbe. Haben unangepasste Frauen wie sie unsere Freiheit mit erkämpft? Und wie viel oder wenig hat sich in den letzten vierhundert Jahren verändert? In einer packenden Mischung aus historischer Spurensuche und autobiografischer Erkundung legt Juliane Schiemenz damalige und heutige Erwartungen an Frauenleben frei. Sie zeigt, wie tief die Vorbehalte gegen unangepasste Frauen wurzeln. Ein mutiges, persönliches Plädoyer, dem Druck der Norm etwas Eigenes entgegenzusetzen.
Juliane Schiemenz ist Autorin und Journalistin. Sie arbeitet unter anderem für Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung, Dummy – Das Gesellschaftsmagazin und Deutschlandradio Kultur.
Eine Anmeldung über die VHS Lemgo ist erforderlich. Gebühr:5 €

BU: Juliane Schiemenz Foto: © Amac Garbe
