Fachtag „Inklusiver Kinderschutz“ bringt Fachkräfte zusammen
Kreis Paderborn (krpb). Kinder und Jugendliche mit Behinderungen brauchen im Kinderschutz besondere Aufmerksamkeit und passgenaue Unterstützung. Wie dies in der Praxis gelingen kann, stand im Mittelpunkt des Fachtags „Inklusiver Kinderschutz“ auf dem Leo-Campus in Paderborn. Das Kreisjugendamt Paderborn und die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho NRW), am Standort Paderborn, haben dazu Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Gesundheitswesen sowie Studierende eingeladen.
Fachliche Impulse und praxisorientierte Workshops beleuchteten unterschiedliche Aspekte des inklusiven Kinderschutzes. Themen waren unter anderem rechtliche Grundlagen, Gefährdungseinschätzungen, sexuelle Bildung und Grenzverletzungen, medizinische Vernachlässigung sowie der Kinderschutz bei chronisch kranken Kindern und Kindern mit Beeinträchtigungen. Auch Kommunikation, Gesundheitsförderung und Gewaltprävention standen auf dem Programm.
Der „Markt der Möglichkeiten“ bot zudem Gelegenheit, regionale Angebote kennenzulernen und bestehende Netzwerke auszubauen. Der interdisziplinäre Austausch zeigte, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte für einen wirksamen inklusiven Kinderschutz ist.
„Inklusiver Kinderschutz ist eine gemeinsame Verantwortung. Er braucht fachliches Wissen und klare Rollen und Zuständigkeiten über die Grenzen einzelner Systeme hinweg“, so Ingrid Müller, stellvertretende Amtsleitung des Kreisjugendamtes Paderborn.

Bildunterzeilte: Setzen auf gemeinsamen Kinderschutz: Claudia Friedhoff (Kinderschutzambulanz, Evangelisches Klinikum Bethel), Mathias Wegener (Albijona), Lara Wulf-Dierkes (Diakonie Paderborn-Höxter e.V.), Sarah Pikos (Albijona), Malte Speich (katho NRW am Standort Paderborn), Ingrid Müller (Kreisjugendamt Paderborn), Prof. Dr. Patrick Isele (katho NRW am Standort Paderborn), Günther Uhrmeister (Jugendamtsleiter Kreis Paderborn, hinten, v.l.), Annabell Ahrens (Kreisjugendamt Paderborn), Claudia Fechner (Caritasverband Paderborn e.V.), Sonja Bokhof (EUTB Paderborn), Dr.in med. Kathrin Greve und Carolin Marks (Kinderschutzambulanz, St. Louise Kinder- und Frauenklinik Paderborn), Anne Heintz (Schulungsreferentin), Lena Schäfers (Kreisjugendamt Paderborn, vorne, v.l.).
